Oktober

Löberitz

– Schäden durch Fremdeinwirkung –

Der Dichterfürst Johann Wolfgang Goethe sagte einmal: „Es ist nichts schrecklicher als eine tätige Unwissenheit.“ – allenthalben begegnet uns bei der Besichtigung und Wartung von Orgeln diese traurige Wahrheit.

Manchmal sind es die gut gemeinten Reparaturarbeiten, die unsachgemäß und ohne das nötige Fachwissen ausgeführt, den Instrumenten mehr Schaden als Nutzen bringen. Nicht selten sind es aber auch Vandalismus oder der Diebstahl von Orgelpfeifen, die als Folgen mangelnder Verschließbarkeit vieler Instrumente die kostbaren Kulturschätze leichtfertig und gedankenlos zerstören. Sensiblere Mechanikteile und eingangsnahe Orgelpfeifen werden oft zu Opfern der unachtsamen Orgelbetreter.

Viele Schäden entstehen aber auch an den gut erreichbaren Prospektpfeifen. Bereits die bloße Berührung der polierten Pfeifen hinterlässt auf dem Material durch den Handschweiß unschöne Spuren. Reinigungsarbeiten und Neugier haben zudem zur Folge, dass Pfeifen herausgenommen und nicht sachgemäß wieder angehängt werden. Diese Pfeifen klingen dann oft nicht mehr – oder aber sie fallen der Orgel früher oder später aus dem „Gesicht“ und erleiden einen Totalschaden. – Schade eigentlich.