Mai

Ein ebenso exklusives, wie nützliches Werkzeug für den Orgelbau ist die vorn abgebildete Federzange. Die allermeisten Orgeln werden in althergebrachter Art und Weise mechanisch traktiert, d.h. das Drücken einer Taste der Klaviatur öffnet über eine ausgeklügelte mechanische Konstruktion aus Leisten (Abstrakten), Wellen und Wippen ein Tonventil in der Wind-lade, das dann genügend Luft für die gewünschten Pfeifen freigibt. Dieses Ventil wird je nach Bauart durch eine Spiral- oder Schenkelfeder verschlossen gehalten, solange niemand die entsprechende Taste betätigt. Diese Schenkelfedern in die Windlade einzubauen, ist eine recht mühsame Angelegenheit und verlangt – wie so vieles im Orgelbau – Geduld und Finger-spitzengefühl. Je enger die vielen Tonventile beieinanderliegen, umso schwieriger gestaltet sich das „Einfädeln“ der unter Spannung stehenden Feder in die entsprechenden Fixierungs-schlitze oder -löcher. – Hier liegt der unschätzbare Wert dieses so unscheinbaren Werkzeugs…