Juni

Die Besonderheit jeder Orgel sind und bleiben doch ihre Pfeifen. Über Jahrhunderte hinweg haben sich hunderte verschiedener Register entwickelt. Inzwischen gibt es die unterschiedlichsten Bau-formen und Klangfarben! Aus dem Blickwinkel des „Herstellers“ sind es drei Pfeifengruppen, die es zu unterscheiden gilt.

Diese sind dabei in Ihrer Anfertigung so grundverschieden, dass man von drei völlig unabhängigen Fachbereichen sprechen kann:

1. Zungenpfeifen werden von den allermeisten Orgelbaufirmen direkt von exklusiv darauf aus-gerichteten Firmen bezogen.

2. Der Holzpfeifenbau fällt ins tischlerische Ressort.

3. Für die Herstellung von Metallpfeifen benötigt man viele spezielle Maschinen, Werkzeuge und Fähigkeiten. Zuerst werden aus Metalllegierungen (i. d. R. Zinn-Blei) lange Platten gegossen. Diese werden auf Stärke gehobelt, zugschnitten und in Form gebracht. Die einzelnen Teile werden schließlich kunst-handwerklich miteinander verlötet. Damit eine Pfeife am Ende tatsächlich klingt, müssen eine Menge Parameter – oft im halben Millimeterbereich -eingehalten werden.

Wenn man sich vorstellt, dass schon kleinste Abweichungen enorme Auswirkungen auf den Klang der Pfeife haben, bekommt man ein Gefühl für die Präzisionsanforderungen an einen Pfeifenbauer und sein Werkzeug!