Juni

Eisfeld

– Trockenschäden –

Eine Orgel ist hauptsächlich beschaffen aus Erfindungsreichtum, Seele – und Holz.

Holz, als der „erdnähere“ Bestandteil, hat bedauerlicherweise die Eigenschaft, Feuchtigkeit mit seiner Umgebung auszutauschen – man nennt das „hygroskopisch“. Meistens stört uns das gar nicht – ja wir bemerken es nicht einmal.

Wenn es dagegen über eine längere Zeit sehr heiß und trocken ist, „knackt es im Gebälk“ – durch die fehlende Feuchtigkeit „schrumpelt“ das Holz zusammen, Verleimungen lösen sich und es bilden sich Risse. Das geht dann den Holzpfeifen, Windkanälen und Windladen ganz schön an die Substanz! Manchmal bekommt die Orgel dann nicht mehr genug Luft, oder aber es klingen selbst Töne mit, die gar nicht gewünscht waren. „Nicht mehr ganz dichte Windladen“ bedeuten einen Riesenaufwand! Sie müssen ausgebaut und in der Werkstatt aufgearbeitet werden.

Im Zweifelsfall gönnen Sie Ihrem Instrument lieber ein „Hitzefrei“ – insbesondere, wenn Ihr Orgel-gebläse auf dem Kirchenboden untergebracht ist, und die dortige trockenkammerartige Luft direkt durch die Orgel bläst! Eine Ansaugung aus dem Kirchenraum kann hier sinnvoll sein, ebenso wie eine sachgerechte Luftbefeuchtung in der Orgel